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SPD Germersheim-Sondernheim.

Bürgermeisterkandidat Seibel fordert ein Konzept zur Belebung und Entwicklung der Innenstadt :

Pressemitteilung

Wir alle sehen es seit Jahren: Die Innenstadt nimmt eine Entwicklung, die uns nicht gefällt. Immer wieder geben alteingesessene Geschäfte auf. Sie schließen in der Ludwigstraße, Sandstraße und Marktstraße und was danach kommt gefällt uns  häufig nicht. Es ist eine Entwicklung, die vor vielen Jahren in Germersheim begonnen hat und immer noch andauert.

Nun hat ja nicht nur Germersheim das Problem, dass der Einzelhandel und die kleinen Gewerbebetriebe gegenüber den großen Einkaufszentren nicht bestehen können und leider immer mehr schließen. Aber es gibt auch Lichtblicke wie z.B. die Wörther oder Kandeler Innenstadt, die zum Verweilen einlädt und denen es gelungen ist, einen netten Einkaufsbereich zu etablieren, der einen gewissen Charme hat. Auch Spezialgeschäfte, die eine überregionale Klientel anziehen, behaupten sich mitunter sehr gut.

Nun sind wir aber nicht Kandel oder Wörth. Wir haben aus der Historie heraus neben dem Königsplatz auch noch den Kirchplatz und den neugestalteten Nardiniplatz, die allesamt in gewisser Weise das Zentrum repräsentieren. Hinzu kommt nun noch der in der Neugestaltung befindliche Paradeplatz sowie demnächst das angrenzende Einkaufszentrum in der ehem. Stadtkaserne, was ebenfalls bald fertiggestellt sein dürfte. Hier gönnen wir uns zwar mit Landesmitteln einen 170 T-Euro teuren Brunnen mit entsprechenden jährlichen Betriebs- und Instandhaltungskosten aber für eine Subvention für den Betrieb unseres Reginakinos in unserer Studentenstadt fehlt offensichtlich das Geld.

Da die Plätze nun alle recht nahe beieinander liegen, sind sie ideal mit dem Rad und auch fußläufig gut für den Einkauf, zum Cafebesuch oder einfach nur zum Bummeln zu erreichen. Wie gut das funktionieren kann, zeigen uns die Nachbarstädte Kandel, Wörth und das größere Speyer. Obwohl es dort entsprechende Parkmöglichkeiten gibt, kommen die Menschen trotzdem gerne mit dem Bus oder per Rad in die Stadt und selbst unter der Woche herrscht dort ein geschäftiges Treiben. Warum also nicht auch in Germersheim?

Diese Konstellation in Germersheim fordert für mich ein Konzept, wie wir diese historisch gewachsenen, schmucken Plätze und angrenzenden Einkaufsstraßen kurz-, mittel- und langfristig zu einem verbindenden Ganzen weiterentwickeln wollen. Häufig hörte ich in den Standgesprächen, „da können wir nichts dagegen tun, das ist halt der Trend“. Diese Einsicht muss auch in der Stadtspitze herrschen, denn es gibt bis heute keinen strategischen Ansatz oder gar ein Konzept, wie man diesem Trend begegnen will und wie man dieses Areal als Ganzes entwickeln will. Hier ist kein externer Investor gefragt, sondern die Stadt selbst muss hier als Entwickler und Investor auftreten.

Ein Patentrezept gibt es nicht. Das soll nun aber noch lange nicht bedeuten, deshalb die Flinte ins Korn zu werfen. Vielmehr gilt es in einem ersten Schritt sich gemeinsam mit der GWL, den Anwohnern und weiteren zu involvierenden Interessensgruppen an einen Tisch zu setzen und mögliche Planungsansätze und Konzeptvarianten herauszuarbeiten und mehrheitsfähig zu entwickeln. Das ist ein mühsames Unterfangen. Aber auch hier gilt: Ohne Fleiß kein Preis.

Den gesamten Bereich könnte ich mir z.B. als eine verkehrsberuhigte Zone oder sogar langfristig als eine Fußgängerzone vorstellen, in denen Zufahrtsfinger mit vielen Kurzzeitparkplätzen es den Gewerbetreibenden ermöglicht, jederzeit ihr Geschäft mit den Fahrzeug erreichen zu können und es den Kunden auch möglich macht, nahe an der Innenstadt zu parken. Es ist ein Kreislauf: Ist die Innenstadt attraktiv, nicht nur mit Geschäften sondern auch mit Cafés, Restaurants, evtl. Biergärten, etc., kommen auch die Menschen. Und wo Menschen sind, gibt es Nachfrage und Geschäfte. Die Reihenfolge ist aber klar. Zuerst die Menschen, dann die Geschäfte.

Nun haben wir auch noch das schöne neugestaltete Rheinvorland und das Naherholungsgebiet. Auch das gilt es an die Innenstadt anzubinden, denn wir wollen ja eine Touristenstadt sein. In einem solchen Konzept hat deshalb eine Ruftaxilösung keine Zukunft mehr. Was hierfür benötigt wird, ist ein Bürgerbus, der nicht nur Sondernheim mit Germersheim verbindet, sondern auch das Rheinvorland, das Naherholungsgebiet sowie die Hochschule, die Bahnhöfe und das Gewerbegebiet anschließt und sowohl für die hier lebenden Menschen als auch für Besucher gut sichtbar und mit kurzen Taktzeiten nutzbar ist. Ein solcher Bürgerbus könnte ggf. sogar kostengünstig ehrenamtlich betrieben werden. Aber das sind nur Überlegungen. Es gilt mit Fachkräften und den Menschen vor Ort ein Konzept zu entwickeln, um dann eine Handlungsperspektive für die nächsten fünf bis zwanzig Jahre als Grundlage zu haben.

 

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