Erhöhung des Schulgeldes - Honorarerhöhung für die Lehrkräfte

Veröffentlicht am 29.11.2013 in Kommunales

Karl-Heinz Hoffmeister, stellvertretender Fraktionsvorsitzender

Ab April nächsten Jahres wird das Schulgeld für die Städtische Musikschule Germersheim um 10% erhöht. Diesem Verwaltungsvorschlag stimmte der Stadtrat in seiner letzten Sitzung einstimmig zu. Die SPD ist sich bewusst, dass die Erhöhung zum allergrößten Teil Familien mit Kindern betrifft. Aber im Hinblick darauf, dass eine Anhebung der Gebühren letztmalig im Jahr 2005, also vor knapp neun Jahren, erfolgt war, erscheint die Entscheidung gerechtfertigt.

Der Rat beschloss zudem eine zehnprozentige Honorarerhöhung für Lehrkräfte und Leitung der Musikschule ab dem 1. April 2014. Das klingt zunächst mal so, als sei es extrem viel, was da die Musiklehrer künftig mehr an Geld verdienen. Das ist allerdings keineswegs der Fall, betrachtet man die Fakten im Einzelnen:

Seit dem Jahr 2008 gab es für die Lehrkräfte und die Leitung der Musikschule Germersheim keinerlei Honorarerhöhung mehr. Das bedeutet unterm Strich fünf Jahre gleichbleibendes Einkommen. Vergleicht man das mit der Gehaltsentwicklung im TVöD (Tarifvertrag des öffentlichen Dienstes), so stellt man fest, dass es dort in den letzten fünf Jahren bereits zwei Erhöhungen gab - Erhöhungen von insgesamt 15%. Und Anfang 2014 stehen dort schon wieder die nächsten Angleichungen an.

Von einer respektablen Erhöhung der Honorare unserer Musiklehrer sind wir also immer noch weit entfernt.
Die SPD hat im Stadtrat die Forderung gestellt, dass künftig jedes Jahr, spätestens alle zwei Jahre über die Honorarerhöhungen im Rahmen der Haushaltsdebatten verhandelt werden müsse.

Die Stadt und ihre Gremien müssen sich das auch bei knapper Kasse zur Pflichtaufgabe machen, selbst wenn es sich bei den Honoraren um freiwillige Leistungen handelt, meint die SPD-Fraktion.

Die Städtische Musikschule genießt weit über die Stadtgrenzen hinaus höchstes Ansehen.

Die Erfolge ihrer Schüler bei den Wettbewerben »Jugend musiziert« beweisen immer wieder die Qualität des Unterrichts. Die regelmäßig veranstalteten Lehrerkonzerte überzeugen durch das hohe künstlerische Niveau der Ausführenden. Die Musikschule ist, so kann man sagen, ein Kleinod für unsere Stadt.

Da sollten wir denjenigen, die dafür weit über den Durchschnitt hinaus vollsten Einsatz bringen, höchsten Respekt zollen. Nicht nur mit Worten.

 

Für uns im Landtag

Markus Kropfreiter