Karl-Heinz Hoffmeister, Stadtrat Die Hauptstraße einer Gemeinde, einer Stadt ist immer eine wichtige Straße, eine Visitenkarte. Und das besonders, wenn sich diese Stadt um Touristen bemüht.
In der Hauptstraße der Stadt Germersheim gab es lange Zeit drei einst schöne Häuser, die verfielen, das Schiff, den Elefanten und das Braunsche Haus. Alle drei waren in Besitz der „öffentlichen Hand“, das heißt der Stadt und des Kreises.
Die SPD hat schon seit langem – ja, seit Jahrzehnten - die Verantwortlichen aufgefordert, dem Verfall dieser Gebäude Einhalt zu gebieten. Ein Fall ist gelöst: Der Elefant ist saniert und erstrahlt in neuem Glanz. Beim Schiff ist immerhin ein Hoffnungsschimmer am Horizont zu sehen. Beide sind wegen ihrer historischen Bedeutung für die Stadt wertvoll.
Wenn man aber jetzt einmal vor dem Braunschen Haus steht, kann man nur sagen: Das war einmal ein schönes Haus, aber wie sieht das jetzt aus! Der Teil mit Klinkerfassade ist noch einigermaßen sauber, aber der Sandsteinsockel ist gerissen und unten schwer beschädigt, das ehemals schöne Holztor ist verkommen, seine Fenster sind ohne Glas und das kleine Lädchen schießt mit seiner Tür und seinem Schaufester den Vogel ab, was Hässlichkeit betrifft.
Dieses Haus ist, wiederum vor langer Zeit, von der Kreisverwaltung gekauft worden. Es grenzt direkt an ihre Zentrale und sollte damals ihrer Erweiterung dienen. Dann kam der Gedanke auf, sich in die Stadtkaserne zu erweitern. Er wurde verworfen. Solange der interessierte Bürger denken kann, wurde dann darüber nachgedacht, wie sich die Kreisverwaltung erweitern kann. Das Nachbarhaus blieb leer und ungenutzt.
Der SPD-Ortsverein appelliert jetzt an alle Fraktionen des Kreistages, über eine sinnvolle Verwendung dieses Gebäudes bald zu beschließen, bei der auch eine Sanierung stattfindet, und diesen Beschluss bald umzusetzen.