Ursula Küfner, Fraktionsvorsitzende Zwei Punkte dominierten die Sitzung des Stadtrats am Montag. Zum einen war dies die Frage, wie die Stadt künftig mit dem Andenken an Hans Graf Sponeck umgehen soll. Zum anderen der Antrag der SPD-Fraktion, einen Platz, Weg oder eine Straße in Germersheim nach Willy Brandt zu benennen. An einer Umfrage der SPD dazu haben sich bisher über 300 Menschen beteiligt.
Zu Sponeck gab Oberstleutnant Schmitz, Historiker der Bundeswehr, detaillierte Erläuterungen.
Nach dem neuen Traditionsverständnis der Bundeswehr muss die Kaserne bald umbenannt werden.
Es ist bereits ein Prozess für einen neuen Namen eingeleitet.
Der Stadtrat stellte sich danach die Frage, ob dann die Hans-Graf-Sponeck-Straße auch umbenannt werden sollte.
Die Vorstellungen darüber gingen quer durch die Fraktionen von einer schnellen Umbenennung bis hin zur Beibehaltung des Namens mit Ergänzung neuer Daten auf einer Hinweistafel. Das Gleiche wäre dann auch für den Gedenkstein im Park an der Fronte Lamotte sinnvoll.
Ein endgültiger Beschluss wurde, nach lebhafter Debatte, noch nicht gefällt. Unter dem Eindruck des Vortrags wird von den Fraktionen weitere Zeit zur internen Abstimmung benötigt. Ein Antrag der CDU dazu wurde vertagt.
Der Antrag der SPD-Fraktion wurde ebenfalls vertagt. In den Ausschüssen soll nun besprochen werden, welche Straße oder welcher Platz dafür in Frage kommt.